Lebensveränderung | Manasse der Kriminelle

Bibel: 2. Chronik 33

Wer kennt sie nicht, die Geschichten von Menschen, die brutale Gewalt verüben. Wir lesen darüber in der Zeitung, wir hören es im Radio, wir sehen Bilder davon. Die Gefängnisse zeugen davon, in unserem eigenen Land und überall auf dieser Welt. Mord, Totschlag, Raub, Diebstahl; die Liste ist noch viel länger. Vielleicht haben Sie sogar in Ihrer eigenen Familie damit zu tun (gehabt). Es kann auch sein, dass Sie dies lesen und denken: Ich bin selbst einer davon. Vielleicht fragen Sie sich: Ist überhaupt noch Veränderung möglich, echte Lebensveränderung? Lassen Sie die Geschichte von Manasse eine Ermutigung und ein Ansporn sein.

Manasse lebt im Land Israel. Er ist der Kronprinz. Sein Vater Hiskia sorgt gut für ihn, und in seiner Erziehung hört Manasse immer wieder, wie gut und wichtig es ist, nach dem Willen Gottes zu leben. Immer wieder klingt es in seinem Leben: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst. 

Eines Tages stirbt König Hiskia. Es kommt zu einem Thronwechsel, und von nun an regiert Manasse. Schon bald wird deutlich, dass er einen völlig anderen Kurs einschlägt als sein Vater. Von der Bibel will er nichts (mehr) wissen. Er entscheidet selbst, was gut und böse ist. Manasse beschäftigt sich mit Okkultismus und Magie. In seinem Palast wohnen Zauberer und Wahrsager. Manasse gerät völlig in den Bann des Bösen. Es geht sogar so weit, dass er sein eigenes Kind als Opfer verbrennen lässt. Schrecklich! 

Im Land gibt es nun Freiheit und Raum für Ehebruch und allerlei sexuelle Ausschweifungen. Manasse will, dass das Volk die Sonne, den Mond und die Sterne anbetet, anstatt Gott, den Schöpfer von Himmel und Erde. Manasse hat alles, was gut war, über Bord geworfen und alles, was böse ist, hereingeholt. Manasse lebt sein Leben ohne Gott. Die Bibel ist für Manasse ein verschlossenes Buch geworden. 

Vielleicht erkennen Sie sich in der Lebensentscheidung von Manasse wieder? Früher sind Sie vielleicht in die Kirche gegangen oder haben Geschichten aus der Bibel gehört. Sie kannten einen Opa oder eine Oma, die Christen waren, aber Sie selbst? Für Sie muss das alles nicht mehr sein. Sie wollen Ihr eigenes Leben bestimmen, selbst entscheiden, was Sie tun. Die Bibel sagt Ihnen nichts mehr. 

Und doch? Sind Sie jetzt wirklich glücklich? Das Leben von Manasse nimmt eine unerwartete Wendung. Er landet im Gefängnis. Dort sitzt er zwischen vier Wänden. Einsam und allein. Gefesselt, er kann keinen Schritt mehr tun. Keine Freiheit mehr. Keine eigenen Entscheidungen mehr. Nichts. Und dort bekommt er es doch mit der Angst zu tun. Die Bibel ist darin deutlich: Wer Gott verlässt, hat Kummer über Kummer zu befürchten. Dort, in der Stille der Zelle, geht ihm sein ganzes Leben durch den Kopf. Ein Lebensbuch voller schwarzer Seiten öffnet sich. Auf jeder Seite steht: Ich habe es falsch gemacht. Ich habe den Tod gewählt, statt das Leben. Manasse bekommt Angst, große Angst. 

Manasse denkt an seinen Vater zurück. An den Gott seines Vaters. Anstatt Gott und seinen Nächsten zu lieben, hat er Gott und seinen Nächsten gehasst. Manasse wird tief traurig. Er spürt seine Schuld. Er bekommt Reue. Und dort in der dunklen Zelle beugt sich Manasse vor Gott. Es findet eine gewaltige Lebensveränderung statt. Gott hat ihn durch Seinen Geist, den Heiligen Geist, zur Umkehr gebracht.  

Manasse ist zur Besinnung gekommen, hat eine Abscheu vor dem Bösen bekommen und ist zu Gott zurückgekehrt. Und Gott, nimmt Er diesen Wegläufer an? Nimmt Er brutale Mörder, grobe Verbrecher und Hasser Seines Wortes an? Ja, Gott hört das ängstliche Rufen von Manasse. Auch für Manasse gibt es Vergebung und einen Weg zurück. Auch darin ist die Bibel deutlich: „Wer auf den HERRN vertraut, den wird die Güte umgeben!“ Das ist möglich, weil Jesus Christus gekommen ist. Er hing zwischen zwei Mördern am Kreuz. Jesus betet für Feinde. Jesus hat auch für Manasse gebetet, gelitten und die Strafe für seinen Ungehorsam bezahlt. Jesus ist gekommen, um Menschen, die ohne Gott leben, wieder ein Leben mit Gott zu schenken. Jesus weiß wie kein anderer, wie gut, wie herrlich dieses Leben ist. Darum hat Er Sein eigenes Leben dafür gegeben. So groß, so reich ist die Gnade und Vergebungsbereitschaft Gottes. Damals zur Zeit von Manasse und auch heute noch! 

Manchmal gibt Gott Ereignisse im Leben, um uns zum Nachdenken zu bringen. Das können auch schwierige, traurige Situationen sein. Bedenken Sie dann, dass Gott diese Umstände gebrauchen will, um uns innehalten zu lassen. Um uns über unser Leben und unseren Lebensweg nachdenken zu lassen. 

So ruft Gott immer noch Menschen: Kehre um! Verlasse den Weg ohne Mich und finde das Leben in Mir. So wie im Leben von Manasse eine gewaltige Veränderung eingetreten ist, so kann Gott auch unser Leben verändern. Manasse hat es gut damit gehabt und das Volk Israel auch. Du wirst es auch gut damit haben! 

2. Chronik 3 : 12-13
Und als er in Bedrängnis war, flehte er ernstlich zum Angesicht des HERRN, seines Gottes, und demütigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter, und betete zu Ihm; und Er ließ sich von ihm erbitten und erhörte sein Flehen, und brachte ihn wieder nach Jerusalem in sein Königreich. Da erkannte Manasse, dass der HERR Gott ist.

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