Folgen, aber warum? | Levi

Bibel: Matthäus 9 und Lukas 5

Sie sind berufstätig. Sie verdienen gutes Geld. Sie haben ein schönes Haus, ein schickes Auto. Ab und zu tricksen Sie ein wenig bei den Steuern, aber ach, das macht doch jeder, oder? Ihre Kollegen sind Ihre Freunde. Nein, nicht jeder kommt mit Ihnen klar, aber was soll's. Die ganze Welt kann doch nicht Ihr Freund sein, oder? Unerwartet begegnen Sie jemandem. Jemandem, von dem Sie wissen, dass er sich immer an die Regeln hält. Und dem Geld und Besitz nichts bedeuten. Diese Person bleibt stehen, schaut Sie an und sagt: 'Folge mir.' Was tun Sie?

LEVI FOLGT.

Er ist ein Zöllner. Wir würden sagen: ein Steuerbeamter im Dienst der Besatzer. Er wohnt in einem schönen Haus im Land Israel und arbeitet für den Feind. Zu jener Zeit waren das die Römer. Aber das machte Levi nichts aus. Hauptsache, er konnte Geld verdienen. Oft verlangte er mehr Steuergeld, als nötig war, und steckte sich den Überschuss in die eigene Tasche. Geld ist für ihn das Wichtigste. Die Menschen spuckten vor ihm auf den Boden. Unter den Zöllnern hatte er seine Freunde. Bis plötzlich ein Mann vorbeikam, ein jüdischer Rabbi. Er spuckte nicht auf den Boden. Er machte keinen großen Bogen um ihn und schaute ihn nicht mit abweisendem Blick an. Nein, er blieb stehen und sah Levi durchdringend an. Deutlich klingt seine Stimme: „Folge mir.“

Diese zwei Worte dringen durch. Levi kann und will nicht anders, als aufstehen und diesem Mann folgen. Aber wer ist dieser Mann? Und warum ruft er Menschen, ihm zu folgen? Es ist der dreißigjährige Jesus. Noch nicht lange zuvor war er im Jordan von Johannes dem Täufer getauft worden. Johannes hatte zu den Menschen gesagt: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.“ (Johannes 1:29). Und nachdem Jesus getauft worden war, ertönte eine Stimme aus dem Himmel, die sagte: „Dies ist mein Sohn, mein Geliebter, an dem ich Wohlgefallen habe!“ (Matthäus 3:17). Überall, wo Jesus hinkommt, ruft er Menschen, ihm zu folgen. Ihr altes – sündiges – Leben hinter sich zu lassen und ihm nachzufolgen. Was macht Levi, als er Jesus folgt?

LEVI LÄDT JESUS EIN.

Er bereitet ein ausgiebiges Mahl für Jesus zu und lädt auch seine Kollegen und andere Menschen ein. Es ist eine große Gruppe. Es waren nicht gerade die beliebtesten Menschen jener Zeit. Sie waren bekannt als Huren, Diebe, Unruhestifter und Kriminelle. In der Bibel werden sie „Sünder“ genannt. Sie bestimmen selbst, was gut und böse ist, das Gesetz Gottes bedeutet ihnen wenig. Was sucht Jesus bei diesen Menschen? Das fragen sich auch die Pharisäer und Schriftgelehrten. Sie leben nach außen hin sehr ordentlich und genau. An ihrem Leben war nichts auszusetzen. Sie gaben Geld an die Armen, verrichteten ihre Arbeit gewissenhaft, hatten von vielem Ahnung. Sie waren die religiösen Führer jener Zeit. Und sie hielten sich für viel besser als die Gesellschaft, in der Jesus sich jetzt befindet. Sie verstehen es nicht. Warum isst Jesus mit ihnen? Gemeinsam essen tut man doch nur mit Freunden? Nicht mit solchen schlechten Menschen!

Die Pharisäer und Schriftgelehrten wollen es ganz genau wissen. Nein, sie gehen nicht direkt auf Jesus zu, sondern versuchen es hinter seinem Rücken herauszufinden. Aber Jesus entlarvt sie. Er kennt sie. Er kennt ihre Gedanken und Überlegungen und seine Antwort ist klar: „Die Gesunden brauchen den Arzt nicht, sondern die Kranken.“ (Matthäus 9:12). Jesus stellt sich als der große Arzt vor. Nein, nicht nur, um kranke Menschen gesund zu machen (das tat er auch), sondern er ist vor allem gekommen, um Menschen von ihrer sündigen Natur zu erlösen. Was das ist? Das sieht man in Lüge, Betrug, Egoismus, Habgier, Stolz, Eifersucht, Feindschaft, Hass, Ehebruch usw. All das sind Dinge, die nicht dem Willen Gottes entsprechen. Das ist Sünde. Und die Sünde trennt die Menschen von Gott. Das war auch die Botschaft für Levi.

LEVI, VERLASSE DEINE SCHLECHTHEIT UND LEBE!

Lebe nicht länger in Egoismus und Geldgier. Brich damit. Kehre um. Es macht dich nicht glücklich. Levi war geldsüchtig. Er wollte immer mehr und mehr, auf Kosten anderer. Es war nie genug. Ein unstillbarer Hunger. Er wandelte in der Dunkelheit des Geldes und der Korruption und sündigte damit gegen Gott. Bis Jesus kam. Er sagte: „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8:12). In dem Moment, als Jesus Levi rief, wurde Levi aus der Macht der Finsternis herausgerissen und in das Reich des Sohnes seiner Liebe versetzt (Kolosser 1:13). Levi hatte sich das nicht verdient und auch nicht darum gebeten. Er empfing es umsonst, aus Gnade, als Geschenk Gottes. Aber wie ist das möglich?

LEVI LERNT, DASS JESUS DAFÜR SEIN LEBEN GEGEBEN HAT.

Jesus nachzufolgen geht nicht ohne Kampf. Denn mit Jesus läuft alles ganz anders als gedacht. Zuerst scheint es in die richtige Richtung zu gehen. Levi sieht, dass Jesus immer mehr Anhänger bekommt, vor allem wegen der Wunder, die er tut. Aber als Jesus immer deutlicher macht, wer er ist und wozu er gekommen ist, wächst der Hass gegen ihn. Levi merkt, dass viele Menschen nicht glauben wollen, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Und seine Botschaft von Gerechtigkeit ruft eher Ärgernis als Gehorsam hervor. Und seine entlarvenden Worte stoßen erst recht auf Ablehnung.

Levi entdeckt, dass Jesus einen Strich durch den eigenen Willen der Menschen macht. Seine Botschaft ist glasklar: „Habt die Welt nicht lieb, noch was in der Welt ist; wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, nämlich die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Begierde; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.“ (1. Johannes 2:15-17). Jesus macht den Willen Gottes deutlich: Wer an mich glaubt, hat das ewige Leben. Du kannst nur durch mich erlöst werden. Ich bin der einzige Weg, die einzige Wahrheit.

Levi erlebt, dass viele Menschen, die ihm zuerst folgten, sich später gegen Jesus wenden. Sie sagen: Diese Worte sind hart, schwierig, nicht tolerant. Wenn das geschieht, schaut Jesus Levi und die anderen Jünger, die noch bei ihm sind, an. Er sagt: „Wollt ihr auch nicht weggehen?“ Aber ihre Antwort ist klar: „Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes.“ (Johannes 7:68-69).

LEVI BLEIBT AUCH BEI JESUS.

Gott hält ihn fest. Seine Liebe bleibt bis zum Ende. Was Gott beginnt, das vollendet er auch. Gott macht keine halben Sachen. Er will aus Levi einen neuen Menschen, eine neue Kreatur machen. Jemand, der nicht länger in „Unzucht (Ehebruch), Unreinheit, bösen Begierden und Habgier, die Götzendienst ist, sowie in Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung und schmutzigen Reden“ (Kolosser 3:5 und 8) lebt. All diese Dinge gehören nicht zu Gott. Sie gehören zum Satan, dem großen Widersacher Gottes. Gott will, dass Levi ihm wieder ähnlicher wird. Dass Levi in Barmherzigkeit, Güte, Demut, Sanftmut, Langmut wandelt; einander erträgt und vergibt, wie auch Christus ihm vergeben hat. (Kolosser 3:13)

Gott hat alle Sünden von Levi vergeben, um Jesu willen. Denn Jesus ist als das Lamm Gottes gekommen, um die Sünde der Welt wegzunehmen. Dafür ist Jesus am Kreuz gestorben. Denn nach drei Jahren ließ Jesus sich freiwillig gefangen nehmen. Er wurde am Kreuz getötet. Aber gerade der Kreuzestod Jesu hat den Weg zu völliger Reinigung, Vergebung und Erneuerung geöffnet. Denn Jesus ist nicht im Tod geblieben, sondern er ist auferstanden. Darum gibt es Hoffnung. Leben mit Gott, als neuer Mensch, für immer. Darum kommt die Botschaft auch zu Ihnen:

Johannes 17:3
Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und Jesus Christus, den du gesandt hast, erkennen.

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